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2005.07 Freundschaftskreis pflegt den Lucenay-Platz

 RZ 25Jul05 Lu Platz 20

Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz, Region Süd vom 25.07.2005, Seite 20.

In Eigeninitiative ist in Waldesch der Lucenay-lès-Aix-Platz entstanden - Schautafeln in beiden Sprachen informieren über die Gemeindepartnerschaft

WALDESCH. Ein großes Fest für einen kleinen Platz: Unter Beisein einer rund 40-köpfigen Delegation aus der französischen Partnergemeinde wurde am Wochenende der neue "Lucenay lès Aix"-Platz in Waldesch seiner Bestimmung übergeben.

Zu viel Tamtam für nur eine Hand voll Quadratmeter? "Keineswegs!" - wie Elfriede Klein, Vorsitzende des Freundschaftskreises Waldesch-Lucenay im Rahmen einer Feierstunde betonte. Denn schließlich handele es sich zwar um einen kleinen, aber doch sehr feinen Ort, an dem in der Hunsrückgemeinde künftig auf die deutsch-französische Freundschaft aufmerksam gemacht werde.

Außerdem sei der Lucenay-Platz in unmittelbarer Nähe zur Kirche - und damit so zentral, wie es nur irgend möglich sei - ausschließlich in Eigenleistung geschaffen worden, was es nun auch einmal öffentlich zu würdigen gelte.

Ihren besonderen Dank sprach Elfriede Klein in dieser Beziehung Vorstandsmitglied Willi Weisselberg aus. Der sei nicht nur der "Architekt" und "geistige Vater" der Anlage gewesen, sondern habe auch bei der Verwirklichung, also den Pflanz- und Pflasterarbeiten, jederzeit tatkräftig mit angepackt.

Gleiche Anerkennung gebühre zudem Hans-Dieter Mangold, wie Elfriede Klein weiter ausführte. Denn das langjährige Vereinsmitglied habe gemeinsam mit Hans Männchen nicht nur die Chronik der Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden erstellt, die sich nunmehr in einer Schautafel auf dem Lucenay-Platz wiederfindet, sondern als professioneller Dolmetscher auch gleich für die Übersetzung der Texte ins Französische gesorgt.

Auf die Gesamtleistung des Vereins war zuvor Waldeschs Bürgermeisterin Petra Dettmer-Petersen eingegangen. Diese ehrenamtliche Initiative des Freundschaftskreises könne gar nicht genügend gelobt werden, so die Ortschefin. Besonders gefreut haben wird sich Petra Dettmer-Petersen aber wahrscheinlich über die Ankündigung des Vereins, den Platz auch künftig pflegen zu wollen.    (agh)

 

Der neue Lucenay-Platz wurde ganz in Eigenleistung gestaltet

Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz, Region Süd vom 22.07.2005, Seite 20.

WALDESCH. Als der alte Lucenay-Platz den Ausbauarbeiten der Waldescher Ortsdurchfahrt zum Opfer fiel, stand für die Mitglieder des Freundschaftskreises Waldesch-Lucenay - der sich seit 1966 um die "Amicale" zwischen dem Hunsrückdorf und der französischen Burgund-Gemeinde bemüht - gleich fest, dass Ersatz geschaffen werden muss.

"Bis die Sanierungsarbeiten begannen, war eine Verkehrsinsel an der Ecke Koblenzer Straße und Rhenser Straße der Partnerschaft gewidmet. Aber die ist leider beim Ausbau der Ortsdurchfahrt weggefallen", erzählt Elfriede Klein, Vorsitzende des Freundschaftskreises. Doch mit dem Anliegen, eine andere Stelle in Waldesch als neuen Lucenay-Platz auszuweisen, rannte der Verein bei Ortsbürgermeisterin Petra Dettmer-Petersen offene Türen ein. "Die jetzige Alternative war schnell gefunden und ist einfach optimal", freut sich Elfriede Klein. Zu Recht. Denn auf einer bis dato wenig ansehnlichen Grünfläche am Parkplatz neben der Pfarrkirche kann sich der Freundschaftskreis nicht nur im Dorfmittelpunkt, sondern auch auf einem besonders idyllischen Fleckchen präsentieren. Für Letzteres hat der Verein selbst gesorgt. "Wir haben die Grünfläche ausschließlich in Eigenleistung gestaltet", so die Vorsitzende. Und auch die Schautafel, die Auskunft über die Vereinshistorie gibt, ist vom Freundschaftskreis finanziert. Illustriert wird diese durch zwei aus den Wappen Waldeschs und Lucenays herausragenden Händen, die sich freundschaftlich umschließen.

Ein Bild mit Symbolcharakter, das am Wochenende wieder einmal Realität werden wird. Denn zur Einweihung des Platzes an diesem Samstag, 11 Uhr, werden auch Gäste aus Frankreich anwesend sein.   (agh)